IM VORBEIGEHEN

Im Vorbeigehen KTU LInzDie Katholisch-TheologischePrivatUniversität Linz bietet neben Philosophie und Theologie auch die Studienrichtung Kunstwissenschaften an. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Kunst im Haus allgegenwärtig ist. Das Projekt ‚Im Vorbeigehen‘ konfrontiert Studierende, Lehrende und Angestellte ganz bewusst mit ‚Junger Kunst‘. Die Auseinandersetzung mit den Werken soll zurückhaltend und unaufdringlich sein, hat man doch ein ganzes Semester Zeit, zu betrachten, zu hinterfragen, sich auseinanderzusetzen. Auf Werktitel wird daher auch verzichtet. Das seit dem Jahr 2000 laufenden Projekt, ins Leben gerufen von Univ.-Prof. DDr Monika Leisch-Kiesl, will im Gegensatz zum klassischen Ausstellungsbetrieb, bei dem es eher um eine intensive, auf einen kurzen Zeitraum beschränkte Auseinandersetzung geht, ein Leben mit Kunst im Alltag propagieren. Jedes Semester wird ein/e Künstler/in eingeladen, eine interessante junge Position der Gegenwartskunst zu präsentieren. Es sind sowohl StudentInnen, wie auch etablierte KünsterInnen, vorwiegend aus Österreich, zu sehen. Die Werke sind bereits positioniert, bevor das Semester beginnt. Obwohl es einen Folder gibt, wird er bewusst noch nicht öffentlich aufgelegt, um nicht einen bestimmten Zugang zu manipulieren. Statt einer Vernissage gibt es gegen Mitte des Semesters ein KUNSTGESPRÄCH, wo der Künstler/die Künstlerin zum Werk Rede und Antwort steht. Dann kann auch der Folder mitgenommen werden. Die Kuratorinnen bemühen sich, Abwechslung in das Projekt zu bringen, indem sie aus unterschiedlichen Medien auswählen: Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Videokunst, Skulptur stehen zur Auswahl. Dokumentiert ist diese Vielheit unter http://ktu-linz.ac.at/kunstwissenschaft/ausstellungen. Da ‚Junge Kunst‘ meist nicht gerade lieblich, schön und einfach ist, kann so eine Auseinandersetzung über ein ganzes Semester durchaus herausfordernd sein.

Die derzeitige Ausstellung ‚Ich denke an Gott‘ von Heinz Baumüller ist so eine junge Position, obwohl der Künstler bereits etabliert und an Jahren nicht mehr der Jüngste ist. Den Titel hat er selbst gewählt, weil er ihm für diese Institution passend erschien. In Kollerschlag geboren, als Bildhauer, Grafiker und Aktionskünstler mit Professur in Düsseldorf, ist er durch seinen Einsatz 1979 für den Verbleib der Nike-Skulptur von Haus-Rucker-Co am Dach der Kunstuniversität Linz im Gedächtnis geblieben. Spannend waren im Kunstgespräch zur aktuellen Werkpräsentation seine Ausführungen zu den Exponaten, zum Arbeiten mit bekannten Künstlern wie Joseph Beuys und Johannes Stüttgen und sein eigener Umgang mit seinen Werken. Er hat sich für ‚Im Vorübergehen‘ auf das Foyer und den Hörsaal 1 konzentriert und geht in seinen Werken auf die 3fachheit der angebotenen Studienrichtungen ein.

Heinz_Baumüller_KTU_LinzZu sehen ist dieses ‚Im Vorbeigehen II-8 Heinz Baumüller‘ noch bis zum 26. Juni 2015 / Mo-Fr 8-17Uhr. Das Foyer ist jederzeit zugänglich, der Hörsaal 1 außerhalb der Vorlesungszeiten und in den Pausen (kann an der Pforte erfragt werden). Der Folder liegt vor Ort auf. Die Werke können auch käuflich erworben werden.

 

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