FOTO| KUNST

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Collage aus berühmten Fotos / Antonia Zimmermann

Ist Fotografie Kunst? Nicht immer, aber auch, heißt doch Fotographie übersetzt Lichtzeichnung. Wie der Maler, komponiert auch der Fotograf sein Bild. Er inszeniert im Studio oder sucht die ideale Position in der freien Natur. Er bestimmt den Ausschnitt, die Perspektive, wartet auf das ideale Licht oder setzt es gezielt. Um für Porträts den richtigen Ausdruck zu bekommen, muss er sich mit der Person auseinander setzen und für die geeignete Stimmung im Studio sorgen, damit sich die Person adäquat verhalten kann. Was bei der Malerei als Zeitaufwand in die Arbeit am Bild geht, muss der Fotograf im Vorfeld und in der Ausarbeitung investieren. Viel Erfahrung ist nötig, um zu guten Ergebnissen zu kommen – wie beim Maler auch.

Es gibt allerdings auch Unterschiede zwischen Fotokunst und bildender Kunst. Ein Maler kann sich eine fiktive Welt erfinden, ein Fotograf ist immer an die Realität gebunden. Ein Bild zu malen, ist ein zeitaufwendiges Verfahren, eine Fotografie eine Augenblickseinfrierung. Dadurch kann sie aber Details sichtbar machen, die sonst so nicht zu sehen wären. Man könnte den Maler als Erfinder bezeichnen und den Fotokünstler als Entdecker.

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