Ausstellungen

 11. April bis 31. Mai 2017

Einladung_Bild_Poetics&XPressives_-Antonia&Burkhard-Zimmermann

DIGITALE EXPERIMENTE

‚POETICS & XPRESSIVES‘ von Antonia & Burkhard Zimmermann zeigt die Umwandlung digitaler Vorlagen, wie Fotografien oder auch medizinischer Aufnahmen  zu neuen eigenständigen Bildern. Alles Gegenständliche wird aus den Bildern entfernt, indem tief in die Pixelebene eingedrungen wird und dabei neue Farb-  und Linienstrukturen sichtbar werden. Da die digitalen Bearbeitungsmethoden auf mathematischen Algorithmen aufgebaut sind, ergibt sich so eine ganz eigene Formensprache, die sich aller Benennbarkeit entzieht. Die Mischfarben der digitalen Vorlage lösen sich immer mehr auf, so kommt die Leuchtkraft der Farben an die Oberfläche.

POETICS von Antonia Zimmermann löst Gegenständliches aus Fotografien in Linien- und Farbstrukturen auf.

XPRESSIVES von Burkhard Zimmermann zeigt die Ästhetik der Formensprache mathematischer Algorithmen digitaler Bearbeitungswerkzeuge.

Galerie im Kloster der Elisabethinen /  Linz /  Fadingerstrasse 1
 
Vernissage: Di 11. April 2017 19:30 Uhr im Festsaal
Ein 35 minütiger Film führt in die Thematik ein.
 
bis 31. Mai 2017 Mo – Fr 14 – 18 Uhr
 
 
 
 

Die Digitalisierung ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Kaum ein Medium, das nicht beinahe täglich über digitale Errungenschaften und Projekte berichtet. Um Umfeld der bildenden Kunst ist von Digitalem noch wenig zu hören/sehen. Hier gibt es noch Nachholbedarf. Mit unseren digitalen Experimenten wollen wir, Antonia & Burkhard Zimmermann, einen Beitrag dazu leisten. Digitale Vorlagen, wie Fotografien und Scans aller Art, digitale Werkzeuge, in der Werbung und Grafik schon lange bekannt, bilden den Ausgangspunkt. Um sich von deren Handhabung im kommerziellen Bereich abzuheben, braucht es neue Konzepte und eine erweiterte Ästhetik, eben eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit diesen Medien. In der Ausstellung ‚POETICS & XPRESSIVES‘ zeigen wir die Ergebnisse dieser digitalen Experimente in Form von Bildern und einem Film, der aus den Bildern gestaltet wurde und in die Thematik der einführt.

Durch die Bearbeitung entstehen Farbflächen, die in sich feine Linienstrukturen aufweisen, feinste Schraffierungen und changierende Linien, die in dieser Form nur das digitale Medium hervorbringen kann. Es entsteht dabei der Eindruck von Perspektive, Ferne und Nähe. Durch die Rekonstruktion von der Pixelebene weg ist alle Gegenständlichkeit verschwunden, jede Möglichkeit der formalen Assoziation und Wiedererkennung ausgeschaltet worden. Man ist in der Betrachtung der Bilder auf die Ästhetik der Farb- und Liniensetzung zurückgeworfen. Es ist daher auch sinnlos, den einzelnen Bildern Titel zu geben. Es braucht eine Benennung, eine Art bedeutungsfreie Codierung, die allein der Unterscheidbarkeit einzelner Bilder einer Serie dient. Auch hier befindet man sich im digitalen Umfeld der QR-Codes und der Strichcodes. So entstehen Bilder mit einer jeweils eigenen ästhetischen Sprache, die sich von der Malerei durch eine  linienspezifische Feinheit und durch ihre farbige Leuchtkraft unterscheiden, was besonders in der auf Fine-Art-Medien gedruckten Version richtig sichtbar wird.

‚De/Re Poetics‘ von Antonia Zimmermann sind Experimente in diese Richtung. Konzeptuell verweist sie auf die Flut von Fotografien, Landschaften, Selfies, Magazinen, Fernsehsendungen,… alles tausende Male gesehen und kaum mehr wahrgenommen. Man sieht ohne zu sehen. Das brachte Antonia Zimmermann dazu, fotografische Vorlagen zu dekonstruieren und mit Hilfe digitaler Bearbeitungswerkzeuge tief in das Bild einzudringen und von dort aus das Bild neu aufzubauen, zu rekonstruieren – daher die Serienbezeichnung De/Re. Bei genauerer Betrachtung wird man förmlich in das Bild hineingezogen und landet in einer ganz eigenen Welt, die man nur gefühlsmäßig aufnehmen kann und die mit Worten nicht zu beschreiben ist – einer poetischen Welt. So entstehen Bilder mit einer eigenen digitalspezifischen Ästhetik. Bilder in kräftigen, teils leuchtenden Farben, die in der Ausgangsvorlage zwar vorhanden, aber durch Überlagerung so nicht sichtbar waren.

Burkhard Zimmermann zeigt in der Serie ‚XPressives‘ die bildliche Morphologie digitaler Bearbeitungsmöglichkeiten.  Dabei begibt er sich auf die Suche nach der hinter den mathematischen – algorithmischen Strukturen einer Software  sich auftuenden  Formensprache. Je tiefer er in eine digitale Vorlage – Fotografie, Scan oder auch Röntgenbild  – eindringt, desto reichhaltiger wird die Formensprache. Feinste geschwungene Linien schaffen einen Eindruck von Kettengebilden. Jede Struktur verjüngt sich in weitere Formen, es scheint endlos so weiter zu gehen. Es ist diese Feinheit der Strukturen, die hier besonders fasziniert und so nur in digitaler Form produziert werden kann. In die geschlossenen Farbfelder verirren sich immer wieder einzelne Pixelgruppen, die wiederum geometrische Figuren oder feinste Linien zeichnen.  Und die Sattheit der Farben! Die Mischfarben der digitalen Vorlage lösen sich in die Farbpalette digitaler Verfahren auf  und setzen sich zu einer neuen Komposition zusammen. Es ist die Formenvielfalt und -feinheit  und die Farbkraft, die einen starken Eindruck hinterlassen, daher die Bezeichnung  XPressives.


Teilnahme bei VOS #2 / Thema VIRUS

 

VOS ist eine digitale Galerie, gegründet und betrieben vom Performancekünstler Roland Wegerer. VOS steht für Vitual Open Space. Diese digitale Galerie nutzt in genialer Weise die Möglichkeiten unserer digitalen Zeit und ist eine Plattform für all jene, die digitale Kunst produzieren, sei es Videokunst, Animationen, Klang-/ Textkunst oder Fotografie.

KUNSTNOTIZEN- Beitrag zum Thema Digitale Galerie


DeRe Poetics

Digital bearbeitete Fotografie von Antonia Zimmermann

Im digitalen Zeitalter, im Umfeld von Industrie 4.o und all den Erneuerungen und Umwälzungen in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft, zieht digitale Bearbeitung vermehrt in die Kunst ein. Eine Art Kunst 4.0 ensteht. Digitale Vorlagen, wie Fotografien und Scans aller Art, digitale Werkzeuge, in der Werbung und Grafik schon lange bekannt, bilden den Ausgangspunkt. Um sich von deren Handhabung im kommerziellen Bereich abzuheben, braucht es neue Konzepte und eine erweiterte Ästhetik, eben eine tiefgreifendere Auseinandersetzung mit diesen Medien.

In der Galerie diART in Freistadt zeigt Antonia Zimmermann in der Ausstellung ‚De/Re Poetics‘ eine Variante von art DIGITAL auf. Konzeptuell verweist sie auf die Flut von Fotografien, Landschaften, Selfies, Magazinen, Fernseh­sendungen,… alles tausende Male gesehen und kaum mehr wahrgenommen. Man sieht ohne zu sehen. Das brachte Antonia Zimmermann dazu, fotografische Vorlagen zu dekonstruieren und mit Hilfe digitaler Bearbeitungswerkzeuge bis in die Pixelebene vorzudringen und von dort aus das Bild neu aufzubauen, zu rekonstruieren – daher die Serienbezeichnung De/Re. So entstehen Bilder mit einer eigenen digitalspezifischen Ästhetik. Bilder in kräftigen, teils leuchtenden Farben, die sie aus der Pixelebene holt, die in der Ausgangsvorlage zwar vorhanden, aber durch Überlagerung so nicht sichtbar waren. Durch die Bearbeitung entstehen Farbflächen, die in sich feine Linienstrukturen aufweisen, feinste Schraffierungen und chanchierende Linien, die in dieser Form nur das digitale Medium hervorbringen kann. Es entsteht dabei der Eindruck von Perspektive, Ferne und Nähe. Durch die Rekonstruktion von der Pixelebene weg ist alle Gegenständlichkeit verschwunden, jede Möglichkeit der formalen Assoziation und Wiedererkennung ausgeschaltet worden. Man ist in der Betrachtung der Bilder auf die Ästhetik der Farb- und Linien­setzung zurückgeworfen. Bei genauerer Betrachtung wird man förmlich in das Bild hineingezogen und landet in einer ganz eigenen Welt, die man nur gefühlsmäßig aufnehmen kann und die mit Worten nicht zu beschreiben ist – einer poetischen Welt. Es ist daher auch sinnlos, den einzelnen Bildern Titel zu geben. Es braucht eine Benennung, eine Art bedeutungsfreie Codierung, die allein der Unterscheidbarkeit einzelner Bilder einer Serie dient. Auch hier befindet sich die Kunst im digitalen Umfeld der QR-Codes, der Strichcodes, der allseits beliebten Emojies. So entstehen Bilder mit eigener ästhetischer Sprache, die sich von der Malerei durch eine  linienspezifische Feinheit und durch ihre farbige Leuchtkraft unterscheiden  –eben art DIGITAL – was erst in der gedruckten Version richtig sichtbar wird.

 
DE/RE POETICS
Antonia Zimmermann
diART GALERIE
Schmiedgasse 8, 42420 Freistadt
nach Vereinbarung: 0660 36 37 725